Archiv für März 2018

Frankreich, Deutschland und Europa und die Hausaufgaben der neuen Bundesregierung

Mittwoch, 14. März 2018

Auf dem > VdF-Kongress in Leipzig, 9./10. März 2018 fand eine Podiumsdiskussion zum Thema > „Elyséevertrag 2.0 für die zukünftige Gestaltung Europas“ statt. Zur Erinnerung an diese Diskussion hat unsere Redaktion hier die Hausaufgaben der neuen Bundesregierung zusammengefasst:

Der Inhalt dieses Beitrags:
1. > Die sechs Reden zu Europa von Macron
2. > Ein neuer Elysée-Vertrag
3. > Souveränität Europas
4. > Mehrsprachigkeit in Europa
5. > Reform der Eurozone
6. > Migranten
7. > Consultations citoyennes
Aktuell auf unserem Blog

> VdF-Bundeskongress an der Universität Leipzig
09. und 10. März 2018 – > das Fotoalbum ist online.

> A qui appartient la langue française ?

> #didacta 2018 – Lehren, lernen mit digitalen Medien

> Froodel.eu РEntdecke Deine franz̦sische Welt

> Motivation im Französischunterricht

> Lernen mit digitalen Medien im Französischunterricht

> Tintoretto in Köln und Paris

Die neue Bundesregierung, die nächste Woche ihr Amt und damit Fahrt aufnimmt, hat hinsichtlich der deutsch-französischen Beziehungen ein dick gefülltes Hausaufgabenheft. Die aktuelle Situation ist sehr interessant. Unsere regelmäßigen Blogleser kennen die Aufgaben, die sich Paris seit Amtsantritt des neuen Präsidenten den deutsch-französischen Beziehungen gestellt hat, und die wir im Folgenden zusammenfassen. Wie wird die neue Regierung in Berlin auf diese Themen (auch im Rahmen der deutsch-französischen Beziehungen, ist dies nur eine Auswahl) reagieren, welche Initiativen wird sie dazu entwickeln?

Nach den Bundestagswahlen am 24. September 2017 hat es diesmal wirklich außergewöhnlich lange gedauert bis die Parteien sich auf eine Koalition geeinigt haben. Der erste Anlauf zu einer sogenannten Jamaika-Koalition war durch das Ausscheren der FDP gescheitert. Danach gab es einen neuen Anlauf zu einer Koalition zwischen den Unionsparteien CDU/CSU und der SPD, die mit dem Mitgliederentscheid der SPD nun endlich besiegelt wurde. Am 14. März wird die bisherige Bundeskanzlerin Angela Merkel sich der Wiederwahl im Bundestag stellen. Alle reden von der GroKo, der Großen Koalition, die aber hinsichtlich ihrer Abgeordneten jetzt im 19. Deutschen Bundestag (2013-2017 448 Abgeordneten von 631) nur noch 399 Volksvertreter/innen zählt, jetzt von 709 Abgeordneten. Lag die absolute Mehrheit im 18. Dt. Bundestag bei 316, so hatten die Union und die SPD zusammen 132 Abgeordnete über der absoluten Mehrheit. Jetzt im 19. Dt. Bundestag haben Union und SPD nur noch 44 Abgeordnete über der absoluten Mehrheit von 355 Volksvertreter/innen. Die Union CDU/CSU und die SPD sind die beiden größten Fraktionen im Bundestag. Die Große Koalition ist so groß nicht mehr.


> Twittern für die deutsch-französische Kooperation – mit Schulaufgaben


1. Ganz ohne Zweifel wartet Staatspräsident Emmanuel Macron auf offizielle Antworten der Neuen Regierung in Berlin auf seine Reformvorschläge, die zu einer Neugründung von Europa und damit der Europäischen Union führen sollen:

> Rappel : Les discours du Président de la République et l’Europe – Alle sechs Reden gehören zusammen und beleuchten jeweils einen oder mehrere Aspekte, die zur Neugründung Europas (> Rede in der Sorbonne) auf der Basis der Kultur (> Rede bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2017) führen sollen.

https://twitter.com/soazigdlm/status/954744616703676417?s=21

2. In seiner Rede am 26.9.2017 im Großen Hörsaal der Sorbonne in Paris hat Präsident Macron der deutschen Regierung einen neuen Elyséevertrag vorgeschlagen. Mittlerweile gab es dazu eine gemeinsame Resolution des Bundestages und der Nationalversammlung. Die Resolution enthält interessante Vorschläge… Ein neuer Elyséevertrag müsste eine Bestätigung enthalten, den bisherigen Vertrag wirklich anwenden zu wollen, und die Bundesregierung darf die Chance nicht verpassen hier neue Akzente zu setzen. Unsere Redaktion hört schon die Einwände… der Föderalismus… aber da hoffen wir darauf, dass der “Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die deutsch-französische Zusammenarbeit”, der dieses Amt jetzt abgeben wird, um Vizekanzler zu werden, sich in diesem Punkt auch zu Wort meldet: > Der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz antwortet auf unsere Fragen – 25. August 2016.

Und da ist auch die neue Generalsekretärin der CDU, Annegret Kramp-Karrenbauer, die so erfolgreich die Frankreich-Strategie im Saarland eingeleitet hat: > Nachgefragt: Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über die Frankreich-Strategie des Saarlandes – 22. März 2015. Also hat Bundeskanzlerin Merkel doch in gewisser Hinsicht dafür gesorgt, dass in dieser personellen Hinsicht in Berlin Politiker neue Aufgaben bekommen, die in besonderer Weise mit Frankreich verbunden sind, als eine Antwort auf die vielen Germanisten in der französischen Regierung oder im Élysée-Palast. Vergessen wir nicht dass Annegret Kramp-Karrenbauer auch Mitautorin des deutsch-französischen Berichts Berichts > Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur Förderung der Integration in unseren Gesellschaften ist.

Zu diesem Thema hat sich unserer Redaktion gegenüber auch der Défenseur des Droits, Jacques Toubon geäußert, > Nachgefragt: Jacques Toubon, Défenseur des droits, parle des migrants et des réfugiés – 27. Juni 2016, wie auch die Präsidentin des CNCDH, Christine Lazerges: > Nachgefragt: La Commission nationale consultative des Droits de l’Homme nous répond – 16. Dezember 2017

Rede in der Sorbonne: > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique: „Je suis venu vous parler d’Europe…“

Das Dossier mit allen Infos zum neuen Elyséevertrag und der von der Nationalversammlung und dem Deutschen Bundestag gemeinsam verabschiedeten Resolution: > Journée franco-allemande 2018 – 22 janvier 2018 – Deutsch-französischer Tag 2018 – 22. Januar 2018

Vgl. auch das Dossier zur Table ronde auf VdF Kongress 2018 in Leipzig > „Elyséevertrag 2.0 für die zukünftige Gestaltung Europas“.

3. Wie wird sich die Bundesregierung künftig zum Begriff der Souveränität Europas äußern? Emmanuel Macron sagte in seiner > Rede in der Sorbonne: “In einem Wort: Allein Europa kann tatsächliche Souveränität gewährleisten, das heißt, die Fähigkeit, in der heutigen Welt zu bestehen, um unsere Werte und unsere Interessen zu verteidigen. Es gilt, eine europäische Souveränität aufzubauen und es besteht eine Notwendigkeit, sie aufzubauen. Warum? Weil das, was unsere Identität ausmacht, was unsere tiefe Identität prägt, dieses Wertegleichgewicht, dieses Verhältnis zur Freiheit, zu den Menschenrechten, zur Gerechtigkeit ist etwas nie Dagewesenes auf diesem Planeten. Die Treue zur Marktwirtschaft, aber auch die zur sozialen Gerechtigkeit ist ebenso wichtig. Was Europa darstellt, können wir nicht blind übertragen, weder auf die andere Seite des Atlantiks noch auf die Grenzen zu Asien. Es liegt an uns, es zu verteidigen, und es in der Globalisierung aufzubauen.”

Man kennt die Kritik der FN und vor allem der AfD an Europa. Faktencheck: > Hörensagen: „Das Europa der Vaterländer“ – 22. Januar 2018.

4. Die Mehrsprachigkeit in Europa. In seiner Rede in der Sorbonne hat Präsident Macron vorgeschlagen, jeder Schüler solle mindesten zwei europäische Fremdsprachen lernen > Europas Mehrsprachigkeit ist ein großer Trumpf – 28. September 2017. Ob dieser Vorschlag bei uns aufgrund des föderalistischen Beharrungsvermögens im Sande verläuft?

5. “Für die Euro-Zone wünscht sich Macron ein gemeinsames Budget und einen gemeinsamen Finanzminister:” > Initiative pour l’Europe – Discours d’Emmanuel Macron pour une Europe souveraine, unie, démocratique. In seiner > Rede in der Sorbonne sagte Macron: “… eine nachhaltige Wirtschaftsmacht kann nur mit Hilfe einer gemeinsamen Währung entstehen, weshalb mir soviel an dem Ziel einer Eurozone gelegen ist. Ich schäme mich nicht für die Eurozone, das tut mir leid, und ich denke im Ãœbrigen, dass es kein Mitglied der Europäischen Union außerhalb der Eurozone erleichtert oder es ihm gefällt, wenn diejenigen, die eine gemeinsame Währung haben, sich nicht zu sagen trauen, dass sie daraus etwas machen wollen.” Natürlich müssen die Regierungen in Berlin und Paris auch den Euro im Blick behalten, aber hier scheint erst die neue Bundesregierung wirklich handlungsfähig zu werden: > Merkel und Macron vertagen gemeinsamen Plan für Eurozone – DER SPIEGEL, 10.3.2018.

6. Migranten: Wie wird die Bundesregierung mit Frankreich sich zum Thema Migranten verständigen?

Dazu hätte unsere Redaktion auch einige Links:

> Projet de loi pour une immigration maîtrisée et un droit d’asile effectif – 27. Februar 2018

> Nachgefragt: La Commission nationale consultative des Droits de l’Homme nous répond – 16.Dezember 2017

> Education aux droits de l’homme : la CNCDH partenaire du ministère de l’Education autour de projets pédagogiques – Website des CNCDH

> Bericht von Frau Annegret Kramp-Karrenbauer und Herrn Jean-Marc Ayrault zur F̦rderung der Integration in unseren Gesellschaften Р9. April 2016

> Les réfugiés, les migrants, les demandeurs d’asile et les droits de l’homme. Une interview de la Présidente de la CNCDH – 28. Januar 2016

> Die Migranten und die Menschenrechte – 6. September 2016

6. Wie wird die neue Bundesregierung auf die > Consultations citoyennes regieren, die Staatspräsident Macron in Gang setzen will?

Diese Art und Weise, die Bürger zu befragen erinnert daran, wie im Herbst 2015 in Frankreich das Projet de loi pour une République numérique öffentlich zur Diskussion gestellt wurde und unsere Redaktion dafür eine > Präambel vorgeschlagen hat.

In seiner > Rede in der Sorbonne schlägt Macron vor: “Mit 28 Mitgliedstaaten brauchen wir ein einfacheres, transparenteres und weniger bürokratisches Europa! Wenngleich der geltende Rechtsrahmen Europas Stärke ausmacht, so befördert die Fülle an Normen dessen Ablehnung. Lassen Sie uns gemeinsam mit den Unternehmenschefs, den NGOs, den Bürgerforen Schritt für Schritt die europäischen Regeln Revue passieren, um sicher zu gehen, ob sie angepasst, verständlich oder sinnvoll sind.”

Eine dieser Bürgerbefragungen wurde in Frankreich schon in Gang gesetz: > Mon idée pour le français?.

Wieviel Zeit brauchen wir für das Reisen durch die digitale Welt?

Dienstag, 13. März 2018

Was machen Schüler/innen, wenn sie auf Ihr Smartphone gucken? Abchecken, was im Freundeskreis läuft? Den neuesten Roman für Französisch suchen? Nachrichten (auf französisch) lesen? Whatsappen, um Befindlichkeiten auszutauschen? Die Terminplan für die Vorbereitung auf die nächste Klausur überprüfen?

> Unser kleines Handbuch zum Französischlernen >#franzoesischlernen 1-30:

Ist es wirklich so, dass Twitter fast völlig durch Facebook ersetzt ist? Immerhin, auf FB kann man längere Geschichten erzählen, einfach mehr machen als in der 280-ZeichenTwitter-Welt. Oder nutzen sie die sozialen Netzwerke, um die Hausaufgaben für die nächsten Französischstunde zu optimieren? Kennen Sie > Online-Bibliotheken– wie die des DFI in Ludwigsburg oder > Online-Bibliotheken zur Geschichte? Wissen Sie was > Gallica ist? Haben sie sich auf unserem Blog schon mal ein Referatsthema ausgesucht? Wie wäre es hiermit? > Twittern für die deutsch-französische Kooperation.

Ludwig Hervé berichtet auf dem Blog > www.blogdumoderateur.com unter der Überschrift > Étude comScore sur le digital en 2018 (mobile, réseaux sociaux, vidéo…) am 13. März 2018 über diese Studie:
Download: > www.comscore.com/fre/actualites_et_evenements/Presentations-and-Whitepapers/2018/Global-Digital-Future-in-Focus-2018

Ludwig Hervé schreibt: “Plus de 2/3 du temps passé sur les applis est dédié à 4 catégories. Le temps passé sur les applications est en majeure partie dédié aux réseaux sociaux, aux messageries, au divertissement et aux jeux. Sans surprise, les réseaux sociaux dominent dans la majeure partie des pays, sauf aux États-Unis et au Canada où le divertissement occupe la première place.”

11 Jahre ist unser Vortrag schon her:
> Stadtplanung und soziale Netzwerke im Web 2.0 (I) – 25. November 2007 von H. Wittmann:
“Der Wilhelmsplatz in Stuttgart-Bad Cannstadt funktioniert wie ein soziales Netzwerk im Internet, mit seinen zahlreichen Funktionen, – für die man im Internet sich anmelden und sogar bezahlen muss, wenn man alle Funktionen nutzen möchte. Oder gehen wir über die Place Homme de Fer in Straßburg. Hier ist der ganze Platz allen Verkehrsteilnehmern offen – nur die Straßenbahnen sind aus technischen Gründen auf ihre Schienenwege angewiesen – die Place Homme de Fer ist wie das richtige Leben, keine vorgeschriebenen Räume wie auf dem Wilhemsplatz, sondern nur solche Einschränkungen wie im richtigen Leben, so dass keiner zu Schaden komme.” Und heute kommt noch hinzu, dass die sozialen Netzwerke zwar kostenlos sind, aber unsere Daten nur zu gerne für sich zu Werbezwecken vereinnahmen und diese evtl auch weitergeben? Man dürfte dort nur etwas hineinschreiben, wenn man dafür 1-5 EUR bekäme…

Digitalisierung ist Chefsache. Dorothee Bär wird Staatsministerin für Digitales im Kanzleramt: > Frankreich, Deutschland und Europa und die Hausaufgaben der neuen Bundesregierung. Und die Gretchenfrage bleibt? Wird in der digitalen Welt besser gelernt? Lesen Schüler/innen im Französischunterricht mit digitaler Unterstützung mehr als mit Hilfe von traditionellen Büchern?

PONS-Online Wörterbuch

Dabei fallen unser Redaktion diese Beiträge ein:

> Essai. Lernen und Studieren mit dem Internet 30. September 2016

> Lernen mit digitalen Medien im Französischunterricht 11. Februar 2018

> Wie kommt man am besten nach Digitalien? (II) – 16. November 2016

> L’école à l’heure numérique – Schule im digitalen Zeitalter – 6. November 2017

Lesebericht: Albert Camus, L’hôte (BD)

Montag, 12. März 2018

french german 

Weitere Bücher von Albert Camus im Ernst Klett Verlag:

> La peste, Buch, Sek. II / B2

> L’Étranger
Albert Camus, Jacques Ferrandez, Bande dessin̩e, version originale annot̩e, B1 РB2 134 Seiten

> Les Justes, Buch, Sek. II / B2

> Le Malentendu, Buch, Sek. II / B1/B2

> L’exil et le royaume, Buch, B2


Bibliographie:

Heiner Wittmann, „…die Ausübung und das Erleiden des Terrors verweigern“ (Camus). Die Intellektuellen und der Widerstand im Algerienkrieg, in: Heidi Beutin, Wolfgang Beutin, Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Michael Walter, Claudia Wörmann-Adam (Hg.),> „Widerstand ist nichts als Hoffnung“ . Widerständigkeit für Freiheit, Menschenrechte, Humanität und Frieden, talheimer sammlung kritisches wissen Band 90 herausgegeben von Welf Schröter und Irene Scherer, Mössingen-Talheim 2021, Seite 275-296.

id., > Albert Camus. Kunst und Moral ist in der Reihe Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs erschienen. Hrsg. Dirk Hoeges, Peter Lang, Frankfurt/M u.a. 2001.
Aesthetics in Sartre and Camus. The Challenge of Freedom. Translated by Catherine Atkinson, Reihe Dialoghi/Dialogues. Literatur und Kultur Italiens und Frankreichs. Edited by Dirk Hoeges, vol. 13, Verlag Peter Lang, Frankfurt, Berlin, Bern u.a., 2009.

Frau Radisch: Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher?

Montag, 12. März 2018

Nach Ihrem Vortrag auf dem VdF-Kongress in Leipzig am 9. März 2018 hat Iris Radisch uns sofort einige Fragen beantwortet:

In unserer Rezension hieß es: “Alles beginnt mit den Sartre-Jahren mit Simone de Beauvoir, Michel Leiris, Albert Camus, Samuel Beckett und vielen anderen, dann kommt der neue Roman von Natahalie Sarraute über Alain Robbe-Grillet bis Michel Butor und Claude Simon, alle mit ihren Eigenarten. Die Außenseiter Julien Green, Françoise Sagan, Eugène Ionesco, E.M. Cioran, Henri Michaux, Michel Leiris und Georges Bataille kommen nicht zu kurz. Dann kommt die Explosion des Pariser Mai: Georges Perec, Daniel Cohn-Bendit, Patrick Mondiano. …” > Iris Radisch, Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben

> VdF-Bundeskongress 2018. 9.-10. März 2018 in Leipzig

VdF-Bundeskongress 2018. 9.-10. März 2018 in Leipzig

Sonntag, 11. März 2018

Der VdF-Bundeskongress 2018 hat am 9.-10. März 2018 in Leipzig getagt. Viele interessante Vorträge und Ateliers. Die Botschafterin der Französischen Republik > S.E. Anne-Marie Descôtes hat die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer begrüßt. Iris Radisch hat aus ihrem Buch > Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben vorgelesen. Professor Henri Ménudier reiste aus Paris an und erklärte in seinem Vortrag den Stand der deutsch-französischen Beziehungen. Der Generalsekretär des DFJW, Markus Ingenlath nahm an der > Table ronde zum Thema „Elyséevertrag 2.0 für die zukünftige Gestaltung Europas“ teil:

Das Fotoalbum:

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Alle Fotos: Heiner Wittmann, mit 2 Ausnahmen: Rolf Beck hat bei der Abschlussdiskussion zwei Fotos vom Podium aufgenommen.

Der Französischunterricht benötigt mehr Werbung. Schülerinnen und Schüler wählen das Fach vorzeitig ab, viele aus Bequemlichkeit und ohne auch die für sie so wichtigen Texte der französischen Literatur zu kennen. Auf dem Bundeskongress des VdF, der unter der Schirmherrschaft der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes steht – die in einem Gespräch mit unserer Redaktion kürzlich die Schüler/innen nochmal an das Fach Französisch erinnert hat – wird auch von ihr eröffnet werden. Iris Radisch wird einen Vortrag über ihr Buch > Warum schreiben die Franzosen so gute Bücher halten.

Unsere Redaktion reist am Donnerstag nach Leipzig, um am Fr/Sa 09./10. März 2018 am > VdF-Bundeskongress 2018 der > Vereinigung der Französischlehrerinnen und –lehrer e.V. (VDF) an der Universität Leipzig an der Universität Leipzig teilzunehmen.

> VdF-Bundeskongress an der Universität Leipzig 09./10. März 2018 : Table ronde

> Vortrag: Jean-Paul Sartre im Unterricht

> Die Anmeldung für den Begegnungsabend ist nur noch begrenzt möglich. Die Plätze sind fast ausverkauft.

> VdF Bundeskongress 2018: Programm

> Übersicht: Ateliers und Vorträge Kongress Leipzig

Vortrag: Jean-Paul Sartre im Unterricht

Sonntag, 4. März 2018

Vortrag auf dem > VdF-Bundeskongress an der Universität Leipzig – 09. und 10. März 2018.

Thema: Sartre im Unterricht
Zeit: Samstag, 10. März 2018
Atelierschiene IV 11:00 – 12:30 Uhr

Ein besonderer Höhepunkt stellt der Plenarvortrag von Iris Radisch dar. In ihrem Band > Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben. Und da ihr erstes Kapitel den Sartre-Jahren gewidmet ist, nutzen wir die Gelegenheit und stellen Texte von Sartre für den Unterricht vor.

Zu der neuen > Fachdidaktik Französisch. Das Handbuch für Theorie und Praxis von Andreas Grünewald, Veit R. J. Husemann, Ulrike C. Lange, Andreas Nieweler, Marcus Reinfried, die Andreas Nieweler bei Klett herausgegeben haben, steht in unserem Lesebericht zum Thema Kompetenzen : „Die hier erkennbare Kritik an der Kompetenzorientierung wird durch das folgende Kapitel „2.4. Kompetenzorientierung im Französischunterricht“ illustriert, in dem das Wort Literatur oder gar Text nicht vorkommt – stattdessen „alltagsbezogene Kommunikationssituationen“ (S. 91). Das ist den Autoren nicht anzulasten, sie beschreiben hier präzise den Stand der Dinge.“ In diesem Sinne sollen in diesem Vortrag die Bedeutung der Literatur für den Untericht anhand ausgewählter Textpassagen von Sartre erläutert werden.

Sitographie:

> Groupe d’études sartriennes

> Sartre-Gesellschaft

> Existentialimus – auf unserem Blog

Bibliographie: “pour aller plus loin”

Sartre, Jean-Paul, La nausée, Paris: Gallimard 1938.
—, L’être et le néant. Essai d’ontologie phénoménologique, Paris: Gallimard 1943.
— , L’existentialisme est un humanisme, Paris: Nagel, 1970
—, Qu’est-ce que la littérature? , Paris: Gallimard 1948.
— Sartre, La responsabilité de l’écrivain, dans: Les Conférences de L’U.N.E.S.C.O., Paris 1947, wiederabgduckt in: id., La responsabilité de l’écrivain, Lagrasse: Verdier 1998.
—, > Huis clos suivi de Les mouches, Paris: Gallimard 1947.

Contat, Michel, Rybalka, Michel, Les Écrits de Satre, Paris: Gallimard 1970.

Galle, Robert, Der Existentialismus, Paderborn: W. Fink 2009.
Janke, Wolfgang, Existenzphilosophie, Berlin/New York: Walter de Gruyter 1982
Jauß, Hans Robert, Literaturgeschichte als Provokation der Literaturwissenschaft, in: ders., Literaturgeschichte als Provokation, Frankfurt/M. 6/1979.
Lévy, Bernard-Henri, Le siècle de Sartre, Pais: Grasset 2000.
Noudelmann, François, Philippe, Gilles, Dictionnaire Sartre, Paris: Honoré Champion 2004.
Mayer, Hans, „Was ist Literatur?“ in: ders., Anmerkungen zu Sartre, Pfullingen: Neske 1972.
Salzmann, Yvan, Sartre et l’authenticité. Vers une éthique de la bienveillance réciproque, Genf 2000.
> Sicard, Michel, Essais sur Sartre. Entretiens avec Sartre (975-1979), Pars : galilée 1989.
Wittmann, Heiner, > Sartre und die Kunst. Die Porträtstudien von Tintoretto bis Flaubert, Tübingen: Gunter Narr Verlag 1996.

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