Wenn man sich das Programm für die Feier zum 50. Geburtstages des DFJW/OFAJ in der Mutualité am 5. Juli in Paris durchliest, könnte man auf den Gedanken kommen, das hier etwas verpasst wird. Beide Regierungen werden möglicherweise nur durch Ministerinnen vertreten werden. François Hollande hätte vielleicht doch Zeit: Schaut man auf > die Website des Elysée-Palastes, 5. Juli: „Rien à l’agenda ce jour.“ Aufgerufen am 28.6. um 18 h. (Vgl. Sartre, La Nausée, Paris 1938, S. 147: „Mardi Rien. Existé.“) Und die Bundeskanzlerin? Schade, sie hat am 5. Juli schon einen Termin > laut ihrer Website: „Unterwegs. Heute besucht die Kanzlerin auf Einladung der Rektorin, Prof. Weber, die Universität Greifswald. Anlass ist der Abschluss des Neubaus der Universitätsmedizin Greifswald am neuen Campus am Berthold-Beitz-Platz. In Greifswald entstand nach fast 20 Jahren Planungs- und Bautätigkeit der einzige Kompaktneubau eines Universitätsklinikums in Deutschland, finanziert durch Landes- und Bundesmittel.“ Der Neubau sollte ein bisschen warten können. Es geht um die Jugend Europas. Um unsere Zukunft. Immerhin, am Mittwoch, 3.7., kommt Präsident Hollande kommt zur> Konferenz zu Förderung der Jugendbeschäftigung nach Berlin.
Derweil wird in Paris, Berlin und in Brüssel, überhaupt in allen anderen Hauptstädten der EU über wirksame Rezepte gegen die Jugendarbeitslosigkeit nachgedacht. Auf einmal ist von 6 Milliarden Euro für die nächsten 6 oder mehr Jahre die Rede, dann von der gleichen Summe für die nächsten zwei Jahre, die nach Meinung des Kanzlerkandidaten Steinbrück nur ein Tropfen auf den heißen Stein seien. Er will 20 Milliarden einsetzen. In der Tat betrachtet man den Elan, den die Jugendlichen von heute mitbringen wenn man sie nur erst mal machen ließe, dann werden die anstehenden Ausgaben für sie vielleicht sogar eine noch bessere Investition sein, als mit vielen EUROS nur Banken zu retten, die sich zur Zeit mit sehr niedrigen Zinssätzen Geld beschaffen und ihre Kunden dann beim Überziehen der Konten bluten lassen.
Sogar wenn man noch mehr Geld in die Hand nehmen würde, einen viel unmittelbareren Effekt dürften wir uns davon versprechen, wenn Staatspräsident Hollande und Bundeskanzlerin Merkel auf der Feier zum 50. Geburtstag des DFJW/OFAJ zum Abschluss des deutsch-französischen Jahres und als Antwort auf Charles de Gaulle, dessen Ludwigsburger Rede an die deutsche Jugend im letzten Herbst gefeiert wurde > Fotos vom Staatsakt in Ludwigsburg am 22. September 2012, nacheinander je oder am besten zusammen eine Rede auf die europäische Jugend halten würden. Ihre Reden wären eine vorzügliche Gelegenheit, ihre Visionen hinsichtlich der Zukunft Europas zu erklären, die EURO-Rettung zu einem wichtigen Beiwerk zu machen, und der Jugend Europas die Zukunft eines freien und vereinten Europas in die Hände zu legen. „Ihr seid die Zukunft Europas,“ und „Auf Euch ruht die ganze Hoffnung der europäischen Völker“, „Jetzt sind Euer Einfallsreichtum und Euer Engagement gefragt“, natürlich dürften Hollande und Merkel dem deutsch-französischen Jugendwerk ihre Glückwünsche zu seiner erfolgreichen Arbeit als grandioses Instrument der deutsch-französischen Aussöhnung aussprechen, aber nicht ohne seine heute noch zukunftsweisende Aufgabe als Vermittlung von Zukunftsperspektiven für die Jugend mit Nachdruck hervorzuheben.
6 oder 20 Milliarden? Geld allein macht nicht glücklich, eher nur träge. Solche Summen sind doch nur politisches Kalkül zur Machterhaltung. Fast 50 Jahre musste das DFWJ auf eine Erhöhung seiner kargen Mittel warten und noch heute kann es immer noch nicht alle Anfragen günstig beantworten. Vielleicht brauchen wir etwas, wo die Jugend Verantwortung bekommt und nicht nur lernen, sonder auch zeigen kann, dass sie an der Zukunft des freien Europas bauen will. Vielleicht brauchen wir ein Europäisches Jugendwerk, das wäre es, was der Präsident und die Kanzlerin verkünden könnten. Das müsste ein solche Feier werden, dass die Teilnehmer sagen werden, hier und hete beginnt eine neue europäische Epoche.
Ein Artikel im MERKUR (7/2013) und der Leitartikel aus der heutigen Ausgabe von LE MONDE zeigen eine Momentaufnahme der deutsch-französischen Beziehungen:
In der neuesten Ausgabe des > MERKUR (7/2013) steht unter der Überschrift Die Nation oder Europa? ein Beitrag von Wolfgang Matz: Frankreich und das deutsche Problem.
Matz berichtet, dass Deutschland in Frankreich wieder ein Thema ist. Ein Grund dafür ist der Vergleich, den die Franzosen, die ihr Land in einer Krise sehen, mit Deutschland anstellen. Zuerst folgen einige Bemerkungen über diese Krise, die sich unnötig verschärfte, weil der Präsident viel Zeit verlor, um die Homosexuellenehe auf den Weg zu bringen und damit sogar eigene Wähler zutiefst verunsicherte. Matz schreibt, die Regierung wisse auf die harten Fragen der Politik keine Antwort. (S. 601). Andererseits mangelt es nicht an guten Absichten, wie wir hier auf dem Blog notiert haben: > Rapports, feuilles de route, mémoires: Les projets du gouvernement français, dennoch gelingt es ihr nicht, die notwendige Fahrt aufzunehmen.
In dieser Situation gucken die Franzosen noch mehr nach Deutschland und hören dabei, dass der Präsident der Nationalversammlung gar an > eine Konfrontation mit Deutschland denkt, die dieser aber schnell nur als eine Gegenüberstellung von Ideen verstanden wissen wollte. Wolfgang Matz erklärt die Veränderungen in Frankreich mit dem Vertrauensverlust, den Hollande erlitten habe; die ihm zugeschrieben Rolle, das alte Frankreich gegen den Schub der Modernisierung zu verteidigen, habe er bisher nicht erfüllt. So gelinge es Martine le Pen und Jean-Luc Mélenchon, ihre Flügel zu stärken.
Wolfgang Matz erinnert an das Interview mit Alain Juppé in LE MONDE (28. April 2013), der den Versuch der Isolierung Deutschlands und eine Hinwendung zu Montis Itlaien als einen Riesenirrtum bezeichnete. Im deutsch-französischen Jahr zieht Matz dieses betrübliche Fazit: „Wirklich bedrohlich … ist die Erfahrung, dass fast siebzig Jahre nach Kriegsende, fünfzig Jahre nach den Élysée-Verträgen die gegenseitige Kenntnis, das gegenseitige Verständnis nicht mehr sind als eine dünne Schickt auf einem unveränderten Kern von Misstrauen.“ (S. 605) Stimmt das? Wenn ja, woran liegt das? Möglicherweise daran, dass das deutsch-französische Verhältnis zur Zeit keine rechte Vision für die Zukunft Europas hat?
Liest man den Leitartikel heute in LE MONDE > L’Europe et les caprices d’Angela merkt man, dass es auch in Frankreich ein Erstaunen über die Wendefähigkeiten von Bundeskanzlerin Angela Merkel gib: Atomenergie, auf einmal doch eine Wirtschaftsregierung für den EURO-Raum, und auf einmal doch einen Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit und zudem ein Wahlprogramm mit Milliarden-Wahlgeschenken ohne Steuererhöhungen, während andere europäische Länder weiter darben sollen: Für diese Wendepolitik gibt es ein schönes Wort: > tourner casaque. Viele fragen sich, ob Merkels Entscheidungen, so schreibt der Autor des Leitartikels, taktische Entscheidungen oder Teil einer wirklichen Strategie seien. Sie dienen politischen Interessen. Der Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit will der SPD ein Thema wegnehmen und die teuren Wahlversprechen seien ein Mittel zum Machterhalt. Alternativen bieten die deutsche und europäische Linke nicht. Der Leitartikel stellt fest, Merkel können sich künftig nicht mehr auf die nationalen Interessen beschränken. Ein Misserfolg in Europa wäre auch ihr Misserfolg.
Paris und Berlin haben zusammen noch keine Perspektive entwickelt, wie beide Staaten Europa anführen könnten? Wo geht die Reise hin? Man segelt auf Sicht. Und vor den Wahlen in Deutschland wird sowieso nur auf die gute Figur vor dem Wähler geachtet. Dennoch gibt es genug gute Ansätze gibt es genug: Ob der neue Schwung > Das deutsch-französische Tandem nimmt wieder Fahrt auf nach der Leipziger SPD-Geburtstags-Rede von Hollande von Dauer sein wird?
Nous avons eu la chance, dimanche dernier, d’être reçu – avec > notre studio de télévision – Laurent Loty, qui vient de publier – ensemble avec Éric Vanzieleghem – aux Éditions Hermann un petit livre > Esprit de Diderot. Choix de citations (Editions Hermann, Paris 2013). Après en avoir écrit un bref > compte-rendu, nous avons profité de notre rencontre pour interroger Loty sur Diderot et son œuvre. Il nous a aussi lu quelques citations et les a commentés.
En 1749, Diderot est, paraît-il, un auteur dangereux. Il est incarcéré au Château de Vincennes. Laurent Loty nous a expliqué quel délit l’a conduit au prison et quelle stratégie le futur encyclopédiste avait inventé pour éviter une nouvelle arrestation. Dans la préface de leur livre, Vanzieleghem et Loty expliquent que « Diderot est notre contemporain, et notre ami » vous voulions savoir – en quel sens ? Pour l’histoire littéraire, Diderot est un cas étrange. La plupart de ses œuvres n’ont pu exercer une influence qu’après sa mort. Or, de son vivant, Diderot a pu exercer déjà une certaine influence. Laurent Loty nous l’a expliquée.
Ensuite, nous avons demandé à Laurent Loty, comment Diderot se situait sur l’échiquier du siècle des Lumières. Il paraît qu’il a eu des rapports difficiles avec Rousseau et on est pas sûr qu’il a vraiment rencontré Voltaire. Avait-il compris la nécessité des réformes ? Quel rapport avait-il avec la monarchie ? Le projet de l’Encyclopédie est né d’un hasard. On lui avait proposé de traduire un autre dictionnaire. Il a attaqué une œuvre immense, encore en 1750, > dans le prospectus, il parle de 8 huit volumes. Le travail pour l’encyclopédie, il a écrit plus que 3000 articles, était-il pour lui aussi un travail politique ? Derrière l’encyclopédie de Diderot et d’Alembert, peut-on trouver un esprit soi-disant général qui préside à cette entreprise ? 150 collaborateurs avec un but commun ? Ils ne reproduisent pas seulement les infos de leu temps mais il en présente une certaine conception n’est-ce pas ? Tant de questions ! Laurent Loty nous a répondu patiemment et pendant une heure, il nous a aussi fait part de sa passion pour l’œuvre de Diderot.
Vous devinez ma prochaine question. En quoi l’Encyclopédie de Diderot et de d’Alembert este-elle supérieure à la Wikipédia d’aujourd’hui ?
Il nous a lu quelques unes des citations et il nous a expliqué aussi l’image que Béatrice Turquand d’Auzay a dessiné pour la couverture de son livre. Revenons à ses œuvres. On pourrait énumérer tous les genres littéraires et souvent on constate que Diderot est partout novateur. Novateur, cela vaut pour la fiction ? Novateur pour la critique d’art ?
Partie I : sur la vie et l’oeuvre de Diderot
Partie II : suite, à partir de lectures et commentaires de citations
Pour aller plus loin : Denis DiderotLaurent Loty a enseigné les lettres du collège à l’université et présidé la > Société française pour l’histoire des sciences de l’homme. Chercheur au CNRS, il prône l’indisciplinarité et enquête sur la genèse des croyances et des idées contemporaines, et sur l’humanisme du livre au numérique.
Laurent Loty, Yves Citton
Penser ensemble les rapports entre individus et communautés à l’époque des lumières
Laurent Loty
L’inachèvement emblématique du Serment du Jeu de Paume
in : > Dix-huitième siècle, N° 41 / 2009.
Éric Vanzieleghem est documentaliste à Bruxelles. Il prépare une bibliographie générale sur Diderot et travaille sur la correspondance de Condorcet. Comme Laurent Loty, il contribue à faire vivre la Société Diderot et le > Comité Diderot 2013, dont il organise le site.
« Esprit de Diderot 1 », par Béatrice Turquand d’Auzay, d’après un portrait de 1767 d’Anna Dorothea Therbusch, dite Mme Therbouche, portrait perdu après avoir été reproduit par Pierre Pasquier puis gravé par Pierre-François Bertonnier pour les Œuvres de Diderot de 1821 (en superposition, manuscrit des Regrets sur ma vieille Robe de chambre, devenu fragment du Salon de 1769, et citations diverses). Encre et crayon sur papier, traitement numérique, 18 x 15 cm, et 28 x 18 cm, 2013.
Am letzten Wochenende hat Laurent Loty, Forscher am CNRS in Paris, uns zusammen mit unserem transportablen TV-Studio empfangen. Kürzlich hat er mit Éric Vanzieleghem eine kleinen Band im Verlag Éditions Hermann veröffentlicht: > Esprit de Diderot. Choix de citations (Editions Hermann, Paris 2013). Nachdem wir kürzlich einen > Hinweis auf diesen Bandes verfasst haben, konnten wir nun diese Gelegenheit nutzen und ihn über Denis Diderot und sein Werk befragen.
1749 ist Diderot ganz offenbar ein gefährlicher Autor, der im Château de Vincennes eingekerkert wird. Laurent Loty hat uns erklärt, was Diderot in das Gefängnis geführt, und er hat uns die Strategien erläutert, die Diderot sich ausgedacht hat, um einer erneuten Verhaftung zu entgehen.
Im Vortwort ihres Buches schreiben Vanzieleghem und Loty « Diderot ist unser Zeitgenosse und Freund » wir wollten wissen, in welchem Sinn? Für die Literaturgeschichte ist Diderot ein seltsamer Fall, denn die meisten seiner Werke sind erst nach seinem Tod bekanntgeworden. Dennoch hat er zu Lebzeiten einen erheblichen Einfluss gehabt, den Loty uns en détail erklärt hat. Er hatte schwierige Beziehungen mit Rousseau, die bis zum völligen Bruch führten, Voltaire hat er möglicherweise gar nicht getroffen. Hatte Diderot die Notwendigkeit der Reformen verstanden? Welche Beziehungen hatte er zur Monarchie?
Seine Enzyklopädie ist eigentlich durch einen Zufall entstanden. Noch in seinem > Prospectus von 1752 spricht er von 8 Bänden, 33 sind es geworden. War die Enzyklopädie für ihn auch ein politisches Werk? Gab es für die Enzyklopädie auch eine Idee, die für alle Autoren galt? So viele Fragen und Loty hat sie geduldig eine Stunde lang beantwortet. Eine der letzten Fragen: Ist die Enzyklopädie Wikipedia überlegen?
Er hat einige Zitate vorgelesen und sie kommentiert. Er hat uns auch das Bild Diderots erläutert, das Béatrice Turquand d’Auzay für den Umschlag entworfen hat.
Partie I : sur la vie et l’oeuvre de Diderot
Partie II : suite, à partir de lectures et commentaires de citations
Laurent Loty, Yves Citton
Penser ensemble les rapports entre individus et communautés à l’époque des lumières
Laurent Loty
L’inachèvement emblématique du Serment du Jeu de Paume
in : > Dix-huitième siècle, N° 41 / 2009.
Éric Vanzieleghem arbeitet in Brüssel. Er bereitet eine umfassende Bibliographie über Diderot vor und beschäftigt sich mit der Korrepsondenz von Condorcet. Wie Laurent Loty, ist er Mitglied der Société Diderot et des > Comité Diderot 2013, für das er eien Website entworfen hat.
Béatrice Turquand d’Auzayhat Bilder von Schriftstellern für Libération entworfen und mit ihren Bildern interpretiert sie Un roman du réseau (Mediapart, 2011, Hermann, 2012). Sie hat ihre > ihre Werke in einer Ausstellung im Kriegsmuseum von Meaux gezeigt.
« Esprit de Diderot 1 », par Béatrice Turquand d’Auzay, d’après un portrait de 1767 d’Anna Dorothea Therbusch, dite Mme Therbouche, portrait perdu après avoir été reproduit par Pierre Pasquier puis gravé par Pierre-François Bertonnier pour les Œuvres de Diderot de 1821 (en superposition, manuscrit des Regrets sur ma vieille Robe de chambre, devenu fragment du Salon de 1769, et citations diverses). Encre et crayon sur papier, traitement numérique, 18 x 15 cm, et 28 x 18 cm, 2013.
Seit dem Frühjahr 2011 organisiert das Deutsch-Französische Institut im Rahmen des Projektes „Bildungskoffer: Die Anfänge der Europäischen Einigung – die großen Etappen der deutsch-französischen Verständigung“ Begegnungen von Zeitzeugen mit Schülern.
Themen dieser Gespräche können zum Beispiel
– die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend 1962 in Ludwigsburg,
– die Entstehung des Schumanplans 1950,
– das Saarland zwischen 1945 – 1955 oder auch
– Städtepartnerschaften
sein.
Das > dfi stellt außerdem Materialien zur Verfügung, die dabei helfen sollen, die Lehrstunden mit den Zeitzeugen vorzubereiten, zu strukturieren und zu moderieren.
Die Zeitzeugenbegegnungen können sowohl vor Ort in den Schulen als auch im Deutsch-Französischen Institut in Ludwigsburg stattfinden. Bei einem Besuch in Ludwigsburg bietet sich die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend als Thema an, da man hier die Begegnung mit dem Zeitzeugen mit einem Besuch des Schlosshofes, in dem de Gaulle gesprochen hat, verbinden kann.
Die Mittel für die Übernahme der Kosten der Zeitzeugenbegegnungen stehen noch bis zum Jahresende 2013 zur Verfügung. Die Organisation der Gespräche ist unkompliziert und relativ kurzfristig möglich.
Falls Sie Interesse an einem Gespräch noch in diesem Schuljahr oder Anfang des nächsten Schuljahres haben, wenden Sie sich bitte an Martin Villinger, Deutsch-Französisches Institut (villinger@dfi.de, 07141-930335).
Manfred Kaut, Lehrer für Geschicht und Französisch im Ruhestand, war 21 Jahre als, als er die Rede Charles de Gaulles an die deutsche Jugend hörte. Im Rahmen des Projekts des Deutsch-Französischen Instituts erinnert er sich an den 9. September 1962 und teilt seine Erfahrung mit Schülern des Gymnasiums Durlach.
Zitate aus Berichten zum Zeitzeugenprojekt:
„Der Vortrag von Herrn Kaut war sehr beeindrucken und emotional, da man sehr gut seine Gefühle und Gedanken nachfühlen und sich besser in die damalige Lage hineinversetzen konnte. Da wir die Geschichte von jemanden hörten, der sie selbst durchlebt hatte, wurde es für uns viel realer.“
Lea Schwoerer und Tiana Zoric, Salier-Gymnasium, Waiblingen
„Le témoin a parfaitement parlé français et décrit le contexte de l’époque, nous avons bien compris que depuis le discours de Charles de Gaulle les relations franco-allemandes sont devenues plus intenses et que c’était le point de départ de la réconciliation franco-allemande“
Schüler des Lycée Ribeaupierre, Ribeauvillé
„Der Besuch der Zeitzeugin wurde bei den Schülerinnen und Schülerin allgemein positiv aufgefasst, da es für diese etwas Neues war, jemanden kennen zu lernen, der aus der im Unterricht behandelten Zeit erzählt. So wurde den Schülern nicht nur die Geschichte vermittelt, sondern man erfuhr auch etwas von den Gefühlen und Eindrücken der Zeitzeugin und von der Wichtigkeit des historischen Ereignisses für die Menschen in der damaligen Zeit. Frau Bergan ging auf alle Fragen der Schülerinnen und Schüler intensiv ein und schaffte es, allen ein klares Bild von der damaligen Zeit und ihrer Bedeutung für die Jugend zu verschaffen.“
Katja Krebs Fachlehrerin Französisch am St.-Josef-Gymnasium in Biesdorf/Eifel
1) Am Dienstag, 18. Juni, 19:30 Uhr, findet dort die Vernissage der Ausstellung > “L´étranger d’à côté / Der fremde Nachbar” statt . Die beiden Kuratorinnen, Claire Kuschnig und Anne Mariotte haben es dank intensiver Recherchen und Umfragen möglich gemacht, einen Blick in die Vielfalt der Dresdner französischen Gemeinschaft zu werfen. Wussten Sie, dass heute in Dresden 600 große und kleine Französinnen und Franzosen leben? Ob es so viele sind, wie damals im Augusteischen Zeitalter, als die Residenzstadt Dresden im Zeichen französischer Kultur und Sprache sowie französischer Hugenotten stand? (Siehe Dresdner Hefte 103/2010: Frankreich und Sachsen. Spurensuche in Dresden, 104 Seiten, 4,00 EUR!). Übrigens: der 18. Juni ist in Frankreich ein historischer Tag. Es war am 18. Juni 1940, als der nach London ausgewichene Brigadegeneral Charles de Gaulle über BBC seine Landsleute erstmals aufforderte, den Kampf gegen die deutsche Besatzung nicht aufzugeben. Siehe > www.histoquiz-contemporain.com/Histoquiz/Lesdossiers/LaFrance19391945/3/Dossiers.htm (hier finden Sie sogar eine deutsche Mitschrift des Schweizer Abhördienstes von dem von der BBC nicht aufgezeichneten Appel du 18 Juin, der von der UNESCO übrigens in das internationale Verzeichnis “Mémoire du Monde – Gedächtnis der Welt” aufgenommen wurde!).
2) Am Freitag, 21. Juni, Sommeranfang!, findet wieder unter den Fittichen des Institut français Dresden in ganz Dresden die schon legendäre Fête de la Musique statt. Alle Konzerte zur Fête de la Musique sind kostenlos. Wer gern spontan musizieren möchte, kann das tun. Am besten auf der Hauptstraße, aber auch anderenorts ist es möglich. Das ganze Programm dieser auch von unserer Sächsisch-Bretonischen Gesellschaft e.V. mit gesponserten Veranstaltung finden Sie als Anhang 2. Aktuelle Änderungen entnehmen Sie bitte der Internetseite
Das perfekte Buch zum Nachschlagen mit einem Stichwortverzeichnis und einem Quick-Finder für den Soff aller Bände von Découvertes 1-5. EXTRA: Kostenlose Online-Tests helfen dabei, Stärken und Schwächen zu erkennen. Mit den Tests kann man vor Klassenarbeiten zum Wiederholen und Üben arbeiten. Der individuelle Leistungscheck prüft auch nach jedem Lernjahr: Sitzt wirklich alles? Oder gibt es doch noch die ein oder andere kleine Lücke? Beispiele und Regeln gibt es genug in diesem Buch.
Der Elysée-Vertrag von 1963 markierte eine Zäsur in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen. Mit der Ratifizierung dieses Vertrags wurden die nach dem Zweiten Weltkrieg neu ausgerichteten Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich nochmals intensiviert, so dass immer dichtere und zahlreichere Verbindungen auf allen Ebenen die Folge waren.
Im Rahmen des 50. Jubiläums der Unterzeichung des Elysée-Vertrags haben die École Nationale d’Administration (ENA) und die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer (Universität Speyer) sich entschlossen, eine gemeinsame Sommerschule in September 2013 zu veranstalten. Ziel der Veranstaltung ist es, aktuelle Themen der deutsch-französischen Zusammenarbeit unter Berücksichtigung der unterschiedlichen politischen, sozialen und kulturellen Traditionen zu beleuchten. Gefördert werden soll der interkulturelle Erfahrungsaustausch.
Die Sommerschule richtet sich zum einen an angehende Führungskräfte aus der öffentlichen Verwaltung, zum anderen an NachwuchswissenschaflterInnen, die sich mit den Themen der Arbeitsgruppen ‑ „Personalmanagement und Personalführung“, „Außenpolitik der EU“ und „Bildungspolitik (Europa und Exzellenzinitiative)“ ‑ in Theorie und in Praxis befassen. Im Rahmen der drei Arbeitsgruppen sollen die Themen auch anhand von Fällen aus den verschiedenen Perspektiven erörtert und die Ergebnisse gemeinsam präsentiert werden. Der Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu den zu diskutierenden Themen dienen Impulsreferate der NachwuchswissenschaftlerInnen. Neben dem interkulturellen Austausch wird damit der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis gefördert.
Bewerbungen sollen bis zum 30. Juni 2013 eingereicht werden.