Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Emmanuel Macron : Vœux aux Français pour 2026.

Donnerstag, 1. Januar 2026

Zum vorletzten Mal hat Staatspräsident Emmanuel Macron am Silvesterabend seine Neujahrswünsche präsentiert.

Der Präsident dankt allen, die auch am Jahresende das Land ihre Berufe und Ausgaben ausfürhen, und verspricht den Einsamen, Kranken und Bedürftigen seine Solidarität. Er betont die Stabilität Frankreichs dank starker Institutionen, Armee, Wirtschaft, Forschung und internationalem Engagement. Aber er warnt auch vor einer härter werdenden Welt mit Kriegen, geopolitischer Instabilität und insbesondere dem anhaltenden Krieg in der Ukraine.

Er versichert, dass er die innere Probleme wie gesellschaftliche Spaltungen, Unsicherheit, sinkende Geburtenrate und Kaufkraftverluste im Blick habe. Er drückt seinen Wunsch aus, dass die Regierung rasch handeln möge, etwa beim Haushalt, zur Unterstützung der Landwirtschaft, zur Stärkung der Wirtschaft, zur Bekämpfung von Kriminalität und illegaler Migration sowie zur Reform von Bildung, Gesundheit und Verwaltung. Für 2026 kündigt er wichtige Vorhaben an, darunter den nationalen Jugenddienst, besseren Schutz von Kindern vor sozialen Medien und Fortschritte bei der Gesetzgebung zum Lebensende in Würde. Er dankt den Bürgermeistern und weist auf die anstehenden Kommunalwahlen hin.

Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2027 verspricht er, sein Mandat verantwortungsvoll bis zum Ende auszuüben und faire Wahlen zu sichern. Als große Hoffnung nennt er nationale Einheit, den Kampf gegen Diskriminierung und mehr Menschlichkeit im Alltag. Weitere Wünsche sind ein starkes und unabhängiges Europa sowie Zuversicht, Fortschritt, Kultur, Solidarität und Frieden für Frankreich und kommende Generationen.

> Vœux aux Français pour 2026 – *.pdf – site du Palais de l’Élysée

Comment mieux promouvoir la lecture ? – Wie kann man das Lesen besser fördern?

Dienstag, 30. Dezember 2025

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Die Demokratie unter dem Druck der sozialen Netzwerke und ihrer Algorithmen | Sinn und Unsinn der KI | Appel à communications du Groupe d’Etudes Sartriennes pour le colloque de 2026. |  Présidentielle 2027 : Rendre la confiance aux Français. Un entretien avec Pierre-Yves Le Borgn’ | Die Debatte zum Jahresende: Surfen mit Klarnamen? | Conférence en ligne : L’art comme référence. Sartre et les artistes | Essai. Lernen und Studieren mit dem InternetGipfel zur europäischen digitalen Souveränität in Berlin | Éditorial – Jugendliche und soziale Netzwerke | IA/KI – L’intelligence artificielle au lycée / Künstliche Intelligenz in der Schule | IA / KI : Verlieren wir unsere Identität? | Der Bericht über die Auswirkungen der Bildschirmzeiten auf Jugendliche | Die Zeit vor den Bildschirmen ist für Kinder verlorene Zeit… ? | Partons en France – Reisen wir nach und durch Frankreich | Apprendre des mots – Dictionnaires en ligne |

Vos tâches :

Des tâches pour les élèves : > Regardez le mode d’emploi.

> Parlez de vos habitudes de lectures ? Où lisez-vous ?

> Actuellement, avez-vos un livre de chevet ?

> Combien d’heures par jour passez-vous sur les réseaux sociaux ou penché sur un livre ?

> Prenez quelques notes pour répondre à ces questions.

> Organisez un débat dans votre classe

> Pour aller plus loin: Lire – 5 épisodes – En savoir plus

PONS vous soutient toujours :

Die Debatte zum Jahresende: Surfen mit Klarnamen?

Samstag, 27. Dezember 2025

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Sinn und Unsinn der KI

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Fragt man Google nach „Sartre Camus Kunst“, weiß Google per KI folgendes zu berichten:

Übersicht mit KI

Sartre und Camus, zwei Giganten des französischen Existenzialismus, hatten eine komplexe Beziehung zur Kunst: [Diese Aussage ist Unsinn… beide Autoren haben sich intensiv mit der Kunst beschäftigt. Im Werk von Sartre könnte man sogar sagen, dass die Kunst der zentrale Bezugspunkt in einem Werk ist: vgl. H.Wittmann, Sartre et la liberté de la création: l’art entre la philosophie et la littérature. in : G. Farina, M. Russo, (Hg.), Sartre et l’arte contemporanea. Immagini e imaginari, dans: Gruppo Ricerca Sartre, > Studi Sartriani, Anno XV / 2021, S. 83-102. „Komplexe Beziehung“ klingt nach schwieriger Beziehung… ]  Sie sahen Kunst als zentrale Antwort auf das Absurde und als Mittel zur Sinnstiftung und moralischen Verpflichtung, wobei Camus die Autonomie der Kunst betonte [dann muss aber auch gesagt werden, was die „Autonomie der Kunst“ bei Camus bedeutet: Man könnte es so sagen “ Die Notizen in seinen Tagebüchern und seine eher beiläufigen Reflexionen über Kunst sind ein Hinweis darauf, dass in seinem Schaffen das Schreiben selbst und nicht eine Ideologietheorie im Vordergrund stand. Dies gilt übrigens auch für seine Vorstellung von der Autonomie der Kunst, die Camus gegen die Ideologien des 19. und 20. Jahrhunderts ins Feld führte.“ H.W: Vortrag 2008 in London] und Sartre das politische Engagement hervorhob, was schließlich in ihrem berühmten Bruch gipfelte, als Sartre Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“ kritisierte und ihre unterschiedlichen Ansichten zur Rolle des Künstlers im politischen Kampf (Revolte vs. Revolution) aufeinanderprallten. [So ein Durcheinander, hier wird alles miteinander miteinander vermischt: Camus wird die Autonomie der Kunst zugeschoben, bei Sartre geht es um das „politische Engagement“, da kann man nur noch sagen, die KI rechnet Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus und kreiert irgendwelche Aussagen… von Zusammenhängen mag man gar nicht sprechen. Ja es gab den Bruch, der bezog sich aber auf Camus‘ Kritik „Der Mensch in der Revolte“ aufgrund politischer Differenzen, aber nicht wegen ihren unterschiedlichen Aussagen zur Rolle des Künstlers.]

Gemeinsamkeiten & Positionen

  • Kunst als Antwort auf das Absurde:Beide sahen Kunst nicht nur als ästhetische Schöpfung, sondern als fundamentale menschliche Reaktion auf die Sinnlosigkeit der Welt, wie Camus es in „Der Mythos des Sisyphos“ darlegte. [Bei Camus ist das Absurde eine Art Diagnose, dann folgen bei ihm die Aufgaben des Künstlers…. Die „Sinnlosigkeit der Welt“? Die Welt hat den Sinn, den sie ihm geben, sagt der Autodidakt zu Roquentin in La Nausée.]
  • Existenzialistische Wurzeln:Ihre Kunst und Philosophie waren tief im Existenzialismus verwurzelt, der die Freiheit und Verantwortung des Individuums betont.

Unterschiede & Konflikt

  • Camus‘ Ästhetik:Für Camus war Kunst eine Form der Revolte gegen das Absurde, die Freiheit und Moral vermittelte. Er suchte nach einer Ästhetik der Autonomie, die sich von Ideologien abgrenzte, wie in „Der Fremde“ oder „Die Pest“.  [Die letzten Kapitel von „Der Mythos der Sisyphos“ oder „Der Mensch in der Revolte“ sowie zahlreiche Aufsätze wie auch seine Nobelpreisrede von Camus müssten hier genannt werden.]
  • Sartres Engagement:Sartre betonte stärker die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement). Seine Kunst, wie in „Der geschlossene Garten“, sollte aktiv die Welt verändern und die Freiheit des Menschen verwirklichen. [„Die politische Verpflichtung des Künstlers (Engagement)“: Viel ist über das Engagement in Sartres Werk geschrieben worden, in „Was ist Literatur?“ sagt er , wenn der Schriftsteller zu schreiben beginnt, ist er bereits engagiert, d. h. er hat einen Verantwortung für das, was er schreibt, er ist engagiert…man könne sich nicht „engagieren“. – Meint die KI „Hinter verschlossenen Türen“? Kunst im Werk von Sartre? Die Flaubertstudie oder seien Studien zu Tintoretto… aber davon hat die KI nichts gefunden.]
  • Der Bruch:Der Bruch 1952, ausgelöst durch Sartres Kritik an Camus‘ „Der Mensch in der Revolte“, entzündete sich an der Frage, ob der Künstler in der Revolte verharren oder eine revolutionäre, gewalttätige Handlung eingehen sollte, was ihre unterschiedlichen Kunstverständnisse widerspiegelt. [Hier wird Politik mit Kunst einfach vermischt… ohne dass daraus ein Sinn entsteht. Wie gesagt, die KI rechnet lediglich auf statistischer Ebene Wortnachbarwahrscheinlichkeiten aus, wobei die Intelligenz auf der Strecke bleibt.]

Fazit zur Kunst

Für beide war die Kunst ein existenzieller Akt: Bei Camus eine Form der Rebellion und Sinnstiftung innerhalb des Absurden, bei Sartre eine Form der Freiheit und politischen Einflussnahme; doch ihre Wege trennten sich in der Frage nach der Art und dem Ziel dieses künstlerischen Engagements. “ [Was für ein Durcheinander! Der Bruch zwischen beiden hat mit der Darstellung der Kunst in ihren Werken gar nichts zu tun.]

Sartre, Camus und die Kunst. Die Herausforderung der Freiheit

Immerhin, Google nennt als Beleg für seine Ausführungen den Link zu meinem Buch: https://romanistik.info/albert-camus-kunst-und-moral, nennt aber nicht das Buch über Sartre und Camus: https://romanistik.info/sartre-camus-und-die-kunst-die-herausforderung-der-freiheit

Auf unserem Blog: Artikel zur KI


Jens Olaf Koch ist es mit dem Buch > Prompting kurz & gut richtig gut gut gelungen, LLMs zu erklären, sie verständlich zumachen und zu erklären, wie man ChatGPT & Co professionell nutzen kann. Koch weckt keine übertriebenen Hoffnungen, sondern erklärt präzise und sachgerecht, wie man die LLMs anspricht, ihnen Fragen stellt oder Aufgaben erteilt (prompten). Koch hat durchaus auch eine kritische Haltung zu diesen KI-Angeboten und weiß, dass z.B. das Reasoning (S. 148) noch fehlerhaft ist und auch das Problem mit den Wortnachbarwahrscheinlichkeiten erklärt er (S. 40 ff.).


 

Die Demokratie unter dem Druck der sozialen Netzwerke und ihrer Algorithmen

Mittwoch, 10. Dezember 2025

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Ab heute in Australien: > Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige in Kraft – Tagesschau, 10.12.2025

10. Dezember 2025: Der Tag der Menschenrechte

Mittwoch, 10. Dezember 2025

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Weitere Artikel zu den > Menschenrechten auf unserem Blog.

Die Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung

Mittwoch, 3. Dezember 2025

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Wehrdienst in Deutschland und in Frankreich

Dienstag, 2. Dezember 2025

Die veränderte Sicherheitslage in Europa,verursacht in erster Linie durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, hat in Europa zu einer neuen Bedrohungslage geführt, auf die die NATO aber auch die europäischen Staaten selbst eine Antwort finden müssen In erster Linie wird es darum gehen, die Verteidigungsfähigkeit neu zu bewerten. Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine zentrales Ziel die Stärkung der NATO sein muss, das kann nur durch größere nationale Anstrengungen ihrer Mitgliedstaaten gewährleistet werden. In diesem Rahmen hat die Aufrüstung und Modernisierung der nationalen Streitkräfte oberste Priorität. Frankreich und Deutschland verstärken mit unterschiedlichen Maßnahmen ihre nationalen Armeen. Sie sind sich einige, dass höhere Verteidigungsausgaben unumgänglich sind. Schwierigkeiten bereiten die Abstimmungsprobleme beim gemeinsamen Rüstungsprojekt Rüstungsprojekt Future Combat Air System FCAS.

Schauen wir zuerst nach Frankreich:

Der französische Präsident Emmanuel Macron kündigte am 27. November 2025 die Einführung eines neuen nationalen Dienstes an, der ab Sommer 2026 starten soll. Es wird ein freiwilliger und ausschließlich militärischer Dienst mit einer Dauer von zehn Monaten sein. Macron schloss ausdrückliche eine Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht aus, er betonte aber die Notwendigkeit einer nationalen Mobilisierung. Der neue Dienst soll die Beziehungen zwischen der Nation und der Armee stärken, die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Landes und die bessere Ausbildung junger Menschen gewährleisten. Volljährige französische Staatsbürger, vor allem im Alter von 18 bis 19 Jahren, mit einer Bewerbungsgrenze bis 25 Jahre können sich für diesen Dienst bewerben. Sie dienen unter militärischem Status, tragen Uniform, erhalten Sold und werden mit Ausrüstung ausgestattet. Nach einer einmonatigen Grundausbildung, in der militärische Disziplin, Waffenhandhabung und gemeinsame Rituale vermittelt werden folgen neun Monate Einsatz in einer militärischen Einheit auf französischem Staatsgebiet, sowohl im Mutterland als auch in Übersee. Danach können die Teilnehmenden ihr Studium oder ihre zivile Laufbahn fortsetzen und zugleich der Einsatzreserve beitreten oder eine Militärkarriere einschlagen. Es ist geplant, ein hybrides Armeemodell zu schaffen, das aktive Soldaten, Reservisten und Teilnehmer des nationalen Dienstes vereint.
Ziel ist 3.000 Freiwillige im Jahr 2026 bis schließlich auf 50.000 im Jahr 2035 einzustellen.

Die Rede, mit der Staatspräsident Emmanuel Macron bei einem Besuch der 27. Gebirgsjägerbrigade in Varces am 27. November 2025,die Aufnahme neuer Freiwilliger in die Armee ankündigte:

> Discours du Président de la République sur le Service national – site du palais de l’Élysée

> Le service national – Website des französischen Verteidigungsministeriums

In Deutschland Hat die Regierung die gesetzlichen Grundlagen für einen neuen Wehrdienst geschaffen:

Verteidigungsminister Boris Pistorius brachte ein neues Wehrdienstmodell durch eine „einfachgesetzliche Änderung ohne Grundgesetzänderung“ auf den Weg. Der entsprechende Gesetzentwurf wurde im Verteidigungsministerium erarbeitet und am 27. August 2025 vom Kabinett zur parlamentarischen Beratung beschlossen. Nach Einigung der Regierungsfraktionen stimmte der Bundestag am 5. Dezember 2025 über den Gesetzentwurf ab. Freiwilliger Wehrdienst ist ab sechs Monaten möglich bis hin zu längeren Verpflichtungen bis zu 25 Jahren und es steht eine Laufbahn als Berufssoldat offen. Mit dem Gesetz soll der Wehrdienst attraktiver werden. Ab einer Verpflichtungszeit von zwölf Monaten erhalten bekommen die Freiwilligen den Status von Soldatinnen und Soldaten auf Zeit, was bessere Besoldung und Versorgung bedeutet. Ein Einstiegsgehalt von mindestens 2.600 Euro soll einen zusätzlichen Anreiz schaffen. Mit dem Neue Wehrdienst wird sowohl die aktive Truppe und die Reserve, gestärkt, da alle Wehrdienstleistenden nach dem Dienst in die Reserve übernommen werden. Mit dem neuen Wehrdienst wird für Männer wird eine verpflichtende Bereitschaftserklärung eingeführt, die nach dem 18. Geburtstag online auszufüllen ist, während sie für andere Geschlechter freiwillig bleibt. Mit dieser Erklärung soll ein besseres Bild über Eignung, Verfügbarkeit und Qualifikationen der Wehrpflichtigen gewonnen werden.

> Neuer Wehrdienst – Website des Bundesministeriums für Verteidigung

Pour aller plus loin :

Chloé Hoorman, > Un service militaire volontaire pour un nouveau modèle d’armée « hybride », Le Monde, 28 novembre 2025

Christophe Braouet, Ein deutsch-französischer Blick. „Die Franzosen sind stolz auf ihre Armee“ – www.journal-frankfurt.de – 18. Dezember 2025

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